Historie
Jones Stroud Insulations
Jones Stroud Insulations (JSI) ist seit dem 1. September 2000 Mitglied der stark diversifizierten, hoch technisierten KREMPEL-GROUP, zu der mehrere Industrieunternehmen in Deutschland und England gehören.
Mit ihren Elektroisolierstoffen, Verbundwerkstoffen, Textilprodukten sowie Basismaterialien ist die KREMPEL-GROUP weltweiter Marktführer in technisch anspruchsvollen Spezialmärkten. Viele namhafte Unternehmen der Elektroindustrie, der Kunststofftechnik, der Luft- und Raumfahrt, des Automobil- und Maschinenbaus sowie der Elektronik zählen weltweit zu den Kunden. Der Ursprung von Jones Stroud Insulations (JSI) geht auf das Jahr 1923 in England zurück. William und Horace Jones schlossen sich mit A. E. Stroud zusammen und gründeten in Market Place, Long Eaton, Nottingham, ein Textilunternehmen in bester englischer Tradition. Die Zeiten waren schwierig. Ein Großhändler in London suchte nach einem Lieferanten für engmaschige Gewebe. Horace Jones wollte diese Chance nutzen und setzte seinen „Erfindergeist“ ein. In der Garage seines Großvaters konstruierte er einen Webstuhl, der günstig hergestellt werden konnte und somit in der Firma in großer Zahl zum Einsatz kam.
Schnell stellten sich erste Erfolge ein, da dies ein neuer, wirtschaftlicher Weg zur Herstellung engmaschiger Gewebe in elastischer und steifer Ausführung war. Um die ständig steigende Nachfrage nach diesen textilen Spezialitäten befriedigen zu können, expandierte das Unternehmen und Jones Stroud erwarb im Jahre 1927 in Long Eaton eine größere Geschäftsstätte. Die neue Fabrik nannte sich Vida Mills, und bald wurde „Vida“ ein internationales Markenzeichen sowie Synonym für qualitativ hochwertige, engmaschige Gewebe. 1930 waren ca. 3.000 Webstühle in Betrieb und die Jahresproduktion lag zu diesem Zeitpunkt bei ca. 52 Millionen Metern dieses elastischen Materials.
A. E. Stroud starb 1940 und die Firmenanteile gingen an William und Horace Jones. Das Unternehmen wuchs weiter. In neuen Geschäftsräumen in Long Eaton begann die Produktion von Glasbändern und Glasgeweben für elektrische und technische Anwendungen. Damit war der Grundstein für die Herstellung von Elektroisolierstoffen gelegt – dem heute wichtigsten Produktionsbereich unseres Unternehmens. 1956/57 wurden Philip Jones und David Jones – Söhne von William Jones – ins Management der Firma berufen und 1958 ging das Unternehmen an die Londoner Börse. 1962 kaufte Jones Stroud das in Preston ansässige Unternehmen "IST – Insulating Sleevings and Tapes". IST war einer der größten Abnehmer von Jones-Stroud-Glasgeweben, die für die Herstellung der IST-Glimmerprodukte benötig wurden.
Die Konzentration auf dem Gebiet der Fertigung war zu diesem Zeitpunkt bereits weit vorangeschritten. Im Jahre 1965 war die leerstehende Textilfabrik „Queens Mill“ in Longridge hinzugekauft worden. Dieser neue Standort bot genügend Expansionsmöglichkeiten. 1969 wurden die Flechtmaschinen und 1972 – nach dem Bau einer weiteren neuen Fertigungshalle – die gesamte Produktion von Isolierschläuchen von Long Eaton nach Longridge verlagert.
Um den Unternehmensverbund zu stärken, wurden die Produktionsstätten „Longride“ und „Preston“ 1973 bei Jones Stroud & Co. eingegliedert und agierten fortan unter dem Namen: Jones Stroud Insulations (JSI).
Glimmerprodukte wurden für JSI immer wichtiger. Sie entwickelten sich – neben den bereits bestens eingeführten Isolierschläuchen – zum umsatzstärksten Produktbereich. Um das Angebot dieses in der Elektrotechnik hoch geschätzten Isolierstoffes auf den gesamten Weltmarkt ausweiten zu können, wurde im Jahre 1986 der Glimmer- und Prepreg-Betrieb von "Micanite and Insulators", in Trafford Park, Manchester, erworben und in die Produktionsstätte Longridge integriert.
Mit dem Beginn der 90er Jahre konzentrierte sich die gesamte Fertigung von JSI auf das Werk in Longridge. Zur weiteren Stärkung der Marktposition im Bereich Elektroisolierstoffe, Faserverbundwerkstoffe und Konsumgüter wurde ein bedeutendes Investitionsprogramm aufgelegt. Unter anderem erfolgte eine Erweiterung der Produktionsfläche um ca. 3.000 Quadratmeter, um Platz für das Weben von Elektrobändern zu schaffen. Außerdem wurden die ursprünglichen Jones-Stroud- Flechtmaschinen durch moderne Hochgeschwindigkeitsanlagen ersetzt.
Im Jahre 1998 erwarb JSI das auf die Herstellung von silikonisolierten Kabeln sowie thermischen Isolationen spezialisierte Unternehmen „Marflex Insulations“ in Uttoxeter und führt es unter dem Namen JSI-MARFLEX als eigenständigen Geschäftsbereich weiter.
Im September 2000 wurde JSI von der deutschen Firma August Krempel Soehne GmbH+Co. übernommen. Dieser Schritt war aufgrund der fortschreitenden Globalisierung notwendig geworden. Denn JSI brauchte einen starken Partner mit weltweitem Vertriebsnetz in den JSI- Kernmärkten. Mit der Übernahme der sehr gut positionierten englischen Firma nutzte KREMPEL seinerseits die sich
bietende Chance, seine Produktpalette im Bereich Elektroisolierstoffe und Verbundwerkstoffe zu ergänzen und die Position als führender internationaler Lieferant zu festigen. Die partnerschaftliche Beziehung zu den Kunden, die Qualität der Produkte, der umfangreiche Service sowie die Entwicklung neuer Materialien sind Garant für das Wachstum von JSI und der gesamten KREMPEL-GROUP.








